Taschen Revision

Vor weniger als einem Monat war ich mal wieder unterm Messer. Das wäre dann schon die 6 te OP seit 1997, die etwas mit meinem Herzschrittmacher oder Defibrillator zu tun hatte.

In den letzten 3 Jahren, war ich einmal jährlich auf dem OP Tisch. Natürlich geht mir das so langsam auf den Keks, weil ja auch immer wieder, die gleiche Narbe aufgemacht wird und jedesmal gibt es ja auch wieder Schmerzen. Leider waren die Operationen immer notwendig, wie ich ja auch in meinen vergangenen Blogbeiträgen erzählt habe.

Warum diese OP diesmal?

Mein Defibrillator hatte sich in der Muskeltasche selbstständig gemacht, d.h. er hatte sich hochkant gestellt und ist verrutscht. Das wiederum hat mir Schmerzen bereitet, weil der Muskel dabei arg gereizt wurde. Das Phänomen haben die Ärzte Twittler Syndrom genannt, welches eigentlich recht selten sein soll.

Die OP ist recht gut verlaufen, wurde auch ohne Vollnarkose gemacht, obwohl ja erst gesagt wurde, dass ich eine brauche im Notfall, falls das mit den Sonden bei der Verlegung nicht funktioniert und der Defi auf die andere Seit muss. Glück gehabt, die alte Sonde war lang genug um dem Defibrillator eine neue Position zu geben. Eine Nacht im Krankenhaus und am nächsten Tag durfte ich schon wieder nachhause.

Ganz begeistert war ich vom reinen, weiblichen Operationsteam, welches sehr professionell gearbeitet hat. Nachts wurde ich sogar nochmal von der Chirurgin auf meinem Zimmer besucht, um zu sehen wie es mir geht. Eine Nacht war ich im Krankenhaus und am nächsten Tag durfte ich schon wieder nachhause.

Die Narbe verheilt auch diesmal sehr gut, ich hatte kaum Blutergüsse. Das letzte Mal sah ich ja aus wie eine Pflaume nach der Sondenrevision.

Jetzt hoffe ich, dass sich der Defibrillator bald richtig in seiner neue Position bequem macht, weil es momentan noch recht eigenartig aussieht. Außerdem hoffe ich, dass ich jetzt einige Jahre Ruhe habe, bis der Defi wieder ausgewechselt werden muss.

 

P.S.: Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Brief an meine Panikattacke

Liebe Panikattacke!!

Wir leben nun schon seit 2012 offiziell zusammen, wahrscheinlich kannten wir uns auch schon viel früher.

Wir haben eine sehr schwere Zeit hinter uns. Jeder Tag ist harte Arbeit, ein kleiner Kampf um ein normales Leben und jeden Tag versuche ich Dich zu verstehen. Es ist sehr schwierig zu begreifen, warum es dich gibt.

Meine Herzkrankheit soll daran Schuld sein, solange ich herzkrank bin, wird es auch dich geben. Die Angst zu sterben wird immer tief in meinem Kopf vergraben bleiben, obwohl ich meinen Beschützer den Defi habe.

Aus heiterem Himmel attackierst Du mich, schickst mir Schweißausbrüche, Herzrasen, Beklemmungen….

Kannst du nicht einfach verschwinden aus meinem Leben?

Es war ohne Dich viel leichter zu leben. Wegen Dir habe ich meine Arbeit verloren und einige Freunde, das ist nicht sehr nett.

Mittlerweile versuche ich mein Leben mit dir zu arrangieren, Psychotherapie hilft mir dabei, leider ist meine Zeit beim Therapeuten bald um und es gibt keine Verlängerung mehr. Dann muss ich es alleine schaffen, zum Glück habe ich meine Familie und meinen Freund, die sehr viel Verständnis dafür haben.

Ich versuche stark zu bleiben, obwohl ich manchmal keine Energie mehr habe, aber ich werde es schaffen und vielleicht, eines Tages, gibt es Dich dann auch nicht mehr.

LG Deine Junie

Medikamentenliste bei Long QT

Jeder Patient der unter Long  QT  Syndrom leidet, sollte diese Liste kennen. Sie beinhaltet Medikamente die, die QT Zeit verlängern können oder auch Torsades de Pointes auslösen. Zudem gibt es eine Liste, welche Medikamente man vermeiden sollte.

https://crediblemeds.org/

Diese Webseite wird ständig erneuert und ist deshalb so empfehlenswert. Um die Liste ausdrucken zu können, sollte man sich kostenlos registrieren, dadurch kann man auch einen Newsletter erhalten, der die neusten Updates über E-Mail versendet.

Mittlerweile gibt es sogar eine App für IPhone und Android, leider nicht für WindowsPhone.

Die Apps sind kostenlos.

The Apps are synced to the CredibleMeds drugs lists and are therefore always an up-to-date resource for you to search for drugs of interest.  The Apps present the drug lists in our usual TdP risk categories or in the Drugs to Avoid format for patients with congenital Long QT Syndrome.
We hope you will find the Apps to be of value and we seek your feedback for ways they might be improved to better serve your needs.
We wish to recognize the FDA’s Safe Use Initiative, the Bert W. Martin Foundation, numerous donors and the technical expertise of Keith Symmonds, a talented programmer with Congenital Long QT Syndrome, for their contributions and support which made these Apps possible.

Es ist wunderbar wenn die Wissenschaft Fortschritte macht.

 

Defi Sondenrevision

Im August war es soweit. Meine Defi Sonde musste ausgetauscht werden, da  ja schon kurz nach Implantation des Defis 2015 herausgefunden wurde, dass eine Sonde nicht richtig funktionierte. Ein ganzes Jahr stand ich unter ständiger Kontrolle. Das Kabel (Sonde) selbst ist noch von 1997, von meinem allerersten Herzschrittmacher.

Nun gut, da musste ich dann wieder durch, einmal aufschnippeln wieder. Die OP verlief sehr kompliziert, trotz röntgen mit Kontrastmittel vorher, konnten die nicht sehen, dass ich eigentlich ja schon drei Kabel in meiner Vene liegen habe. Eigentlich wollten die nur eine neue Sonde dazu- und die kaputte stilllegen. Das war jetzt wirklich Pech. Zum Glück konnten sie die eine stillgelegte Sonde reaktivieren und sie funktionierte.

Bis zum nächsten Defiwechsel hoffe ich jetzt, dass das alte Kabel hält, ansonsten muss ich wieder aufgeschnippelt werden. Das nächste Mal mit Vollnarkose, weil dann alles raus muss und das wird komplizierter und schmerzhafter für mich. Der Bluterguss nach der OP war auch nicht gerade toll und der Muskel hat bis heute immer noch Probleme.

Aber ich bin halt ein Pechvogel, da muss ich leider durch.

Vor 3 Monaten wurde dann festgestellt, dass einige St Jude Modelle sich schneller entladen als sie sollten. Mein Defi war natürlich mit dabei. Also weiterhin engmaschige Defikontrolle.

Der Denker

Es ist mitten in der Nacht und ich bin wieder am Grübeln.

Es stellen sich mir fragen, warum ich nur so ein sensibler Mensch bin und warum ich mich immer wieder einwickeln lasse.

Die Theorie meiner Mutter: „Du hast einfach ein zu großes Herz“.

Aber gibt es überhaupt ein zu großes Herz?

Um mich zu schützen, muss ich mir ein dickeres Fell wachsen lassen, aber dann werde ich wiederum so kalt und abweisend wie die Menschen, die mich immer benutzen und mir weh tun.

Wie bringe ich beides unter einen Hut? Mich schützen und gleichzeitig aber so bleiben wie ich bin. Ich gebe einfach viel zu viele Chancen, weil ich zu gutmütig bin und glaube, dass in jedem Menschen ein weicher Kern steckt. Bei manchen muss man einfach tiefer Graben um dran zukommen.

Oftmals fühle ich mich wie „Der Denker“. Diese Statue die den Arm aufgestützt hat und am grübeln ist. Oder ich sollte mich Grübelmonster nennen.

Natürlich geht es auch vielen anderen Menschen so wie mir, nur eine Lösung habe ich bis jetzt nicht gefunden um aus diesem Teufelskreislauf wieder rauszukommen. Ich nehme auch gerne Ratschläge entgegen.

Nur eins weiß ich, dass ich so bleiben will, wie ich bin, denn meine Persönlichkeit, macht aus mir den Menschen, der ich bin.

 

P.S.: Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Hau endlich ab

Hey Du, Ja genau Du!!

Verschwinde endlich aus meinem Kopf!

Du hast mich genug verarscht!

Schließe endlich ab. Aus den Augen aus dem Sinn sollte es eigentlich sein.

Du hast es nicht verdient weiterhin in meinem Kopf zu sein!!!

War ich so blöd Dir zu glauben.

Vergangenheit sollte Vergangenheit bleiben.

 

So jetzt fühle ich mich besser, das musste mal raus.

Grübeln

Es gibt Tage in meinem Leben, da muß ich immer wieder über meine Vergangenheit nachdenken. Über Personen die man kennengelernt hat und wie sie einen behandelt haben.

Dabei stellen sich mir immer wieder diese Fragen:

  • Wieso wurde ich dabei so verletzt?
  • Warum hat man mir das angetan?
  • Bin ich selbst dran Schuld?
  • War ich zu Naiv?

Fragen über Fragen die wohl nie beantwortet werden können.

Wieso ist das so, dass man immer wieder an die Menschen denken muß, die einen zutiefst verletzt haben, obwohl man jetzt glücklicher denn je ist?

Ich habe einen liebevollen, verständnisvollen Partner, meine Gesundheit bessert sich, ich kann lachen und das Leben genießen. Dennoch geistert meine Vergangenheit immer noch in meinem Kopf rum, allerdings nur die Dinge, mit denen ich nie richtig abschließen konnte.

Das sind wohl die Nachteile einer sensiblen Persönlichkeit. Man wird sich immer den Kopf darüber zerbrechen und es wird immer offene Fragen geben.

 

 

 

P.S.: Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Suche einen neuen Körper

Immer wieder dieses auf und ab wie in der Achterbahn.

Kaum bin ich glücklich in meinem Privatleben, da fängt mein Körper an rumzuzicken. Die Herzkrankheit allein reicht wohl nicht. Da muss jetzt auch noch eine Schilddrüsenunterfunktion hinzu.

Alles schön und gut, aber dazu kommen wieder neue Medikamente und das heißt mein Körper muß sich damit arrangieren. Ich reagiere sowieso schon immer sehr empfindlich auf neue Medikamente, bin halt ein sensibler Mensch.

L Thyrox Anfangsdosis 25. Nach ein paar Wochen spinnt mein Blutdruck, ich habe Heißhungerattacken und wieder Panikattacken. Na toll. Ich fühle mich in meiner neu gewonnen Aktivität eingeschränkt. Arzt meint ich wäre vielleicht zu empfindlich für diese Dosis und sagt ich soll eine halbe nehmen. Zusätzlich verschreibt er mir eine Spironolacton um den Blutdruck zu senken und mein Herz zu entlasten, aber diese Tablette hat noch viel mehr Nebenwirkungen.

Mein Körper hüpft im Dreieck momentan. Ich bin total überfordert und schaffe noch nicht mal den Rehasport. Den werde ich auch jetzt abbrechen. Ausserdem ist es in diesem Raum wo der Rehasport stattfindet sehr heiß und es gibt keine Klimaanlage oder ein Fenster.

Jetzt habe ich beschlossen mir auf dem Schwarzmarkt einen neuen Körper zu besorgen 😉

 

 

P.S. Wer Fehler findet, darf sie behalten.

 

Krankheit und Kinderwunsch

Ich hätte nie gedacht, dass mich dieses Thema irgendwann dochmal verletzen würde. Als ich 1997 mit dem Long Qt Syndrom diagnostiziert wurde, beschloß ich auf Grund der genetisch bedingten Weitervererbung, keine Kinder in die Welt zu setzen.

Ich habe die Hölle als Kind durchgemacht und wollte einem kleinen Wurm genau dieses Schicksal ersparen. Auch meine Eltern haben die Hölle durchgemacht mit meinen gesundheitlichen Problemen. Immer diese Angst, dass ich nicht mehr nach einer Ohnmachtsattacke aufwachen könnte.

Als ich jung war, war es leicht den Kinderwunsch zu unterdrücken, man wollte ja noch so viel erleben. Dann heiratete ich zum ersten Mal. Mein Ehemann wusste, dass ich keine Kinder bekommen sollte. Trotzdem wollte er Kinder haben. Seine Eltern fragten mich jedesmal, wenn ich denn endlich Schwanger werde. Es tat immer sehr weh.

Leider sind manche Menschen sehr unsensibel und denken dabei immer nur an sich. Natürlich hätte ich gerne Kinder gehabt, aber die Krankheit ist so gefährlich, dass ich zum Wohl des Kindes darauf verzichtet habe. Es gibt nur eine 50/50 Chance, dass das Kind die Krankheit nicht erbt, aber sie kann auch Generationen überspringen. Das heisst also, dass die Krankheit immer munter weiter vererbt werden kann.

Immer wieder werde ich von dummen, unsensiblen Menschen daran erinnert, dass ich keine Kinder bekommen kann (körperlich geht das schon). Es hat einen guten Grund warum ich keine Kinder bekommen möchte, also akzeptiert meinen Wunsch und erinnert mich nicht dran, dass ich keine richtige Frau bin, wenn ich noch nie ein Kind auf die Welt gebracht habe. Nächstes Jahr werde ich 40 und hoffe, dass Leute mich dann nicht immer daran erinnern müssen, in meinem Herzen tut es schon genug weh.

 

 

P.S. Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Meine erste Reise nach Jahren

Da seit meinem letzten Blog schon wieder 2 Monate vergangen sind, habe ich einiges zu erzählen. Nervlich geht es mir sogar sehr gut, bis auf ein paar Panikattacken, die ich zwischendrin mal hatte.

Ich habe ein normales Sozialleben, d.h. ich gehe aus und genieße das Leben. Von tanzen gehen bis zum verreisen…

Ja genau, ihr habt richtig gehört, verreisen.

Ich war für 3 Tage in Paris gewesen, mit meinem Freund. Natürlich hatte ich davor meine Zweifel, ob ich es überhaupt schaffe, aber meine Zweifel haben sich nicht bestätigt. Es war sehr anstrengend gewesen, die lange Autofahrt vor allem. In Paris bin ich sehr viel rumgelaufen, alleine und habe mich sogar einmal verlaufen. Die Panik hat nicht eingesetzt, wie ich befürchtet hatte. Zum Glück konnte mich mein Freund über das Handy wieder in die richtige Richtung leiten. Aber es war sehr schön, wenn auch anstrengend.

Es macht mich sehr glücklich, dass ich das alles geschafft habe.

Natürlich gab es auch mal wieder einen Dämpfer ( mein Leben darf ja nicht zu glücklich sein-Ironie). Bei der Defi-Kontrolle wurde festgestellt, dass mein altes Kabel wieder Probleme macht (na super). Defi-Alarm wurde empfindlicher gestellt und warnt mich ab jetzt viel schneller, wenn etwas nicht stimmt. Meine Ärztin will den Hersteller der Kabelsonde anrufen und fragen was man da machen kann. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich wieder unters Messer muss, weil die alte Sonde doch unbrauchbar geworden ist. Auf jeden Fall muss ich jetzt Ende März nochmal zur Kontrolle und wenn der Defi vorher vibriert, muss ich vorher schon hin.  Aber mir bleibt ja auch nichts erspart. Immer schön weiter mit dem Holzhammer auf meinen armen Kopf. Abwarten und Tee trinken.

 

P.S. Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Heute bin ich glücklich

Heute ist so ein Tag an dem ich überaus glücklich bin. Da dies in den vergangenen Jahren relativ selten war, grenzt das für mich schon fast wie an ein Wunder.

Im letzten Jahr hat mein Leben sich total auf den Kopf gestellt. Ich habe mich von meinem Ehemann getrennt und bin ausgezogen. Von da an ging es meiner Psyche jeden Tag schon ein kleines bisschen besser.

Schritt für Schritt habe ich mich aus dem Tief geholt. Habe neue Menschen kennengelernt und wieder Kontakt mit alten Freunden aufgefrischt. Ich bin mutiger geworden, habe neue Sachen ausprobiert und die Wohnung öfters verlassen.

All das tut meiner Seele gut.

Ich habe über 18 kg abgenommen und ich bin stolz, dass ich so viel geschafft habe, fühle mich sexy.

Mein Herz wurde mir gebrochen, aber das Schicksal hat mich zu einem anderen Mann geführt. Jetzt fühlt es sich richtig an. Das Geben und Nehmen ist ausgeglichen, er bringt mich zum Strahlen, er hat Geduld und gibt mir all die Liebe, die ich brauche um glücklich zu sein.

Deshalb wünsche ich mir, dass 2016 glücklich wird, ohne Schicksalsschläge und Krankheiten, denn ich möchte auch weiterhin noch glücklich sein, vor allem ohne Panikattacken.

 

Wer Fehler findet, darf sie behalten

 

Im Gedenken an James

Am 12. Dezember 2009 starb mein Bester Freund durch Selbstmord. Er war noch keine 30 Jahre alt.

Auch nach all den Jahren, muss ich immer wieder an ihn denken, vorallem im Dezember.

Er war Soldat gewesen und war unter anderem auch in Kriegsgebieten gewesen. James hatte starke Depressionen und litt unter PTSD. Es gab Tage da ließ er niemanden auch nur in seine Nähe. Aber er wollte sich nicht mit Medikamenten behandeln lassen, auch nach seinem ersten Selbstmord Versuch nicht.

Leider kann man niemanden dazu zwingen sich helfen zu lassen. Ein paar Tage vor seinem Selbstmord rief er mich mitten in der Nacht an, betrunken, er wollte noch vorbeikommen. Ich hatte Angst vor ihm, weil er so betrunken war und habe ihn deshalb vertröstet.

Deshalb frage ich mich auch heute noch, ob das seinen Selbstmord verhindert haette, wenn ich mit ihm geredet haette. Mein Therapeut sagte, dass ich nichts hätte daran ändern können und mir keine Vorwürfe machen solle. Trotzdem muss ich da immer wieder dran denken.

Jetzt kann ich James nur noch in meinen Erinnerungen sehen, die gute Zeit die wir miteinander hatten. Und er hat auch immer gesagt, dass wir Freunde bleiben bis dass der Tod uns scheidet, das hat ja wohl gestimmt.

Ich hoffe, dass er nun endlich seinen Frieden gefunden hat, ich werde ihn auch nie vergessen, denn er bleibt für immer in meinem Herzen.

P.S. : Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Ich bin so stolz

Endlich nach 3 langen Jahren mit den Panik Attacken und zuhause „eingesperrt“ sein, habe ich es geschafft tanzen zu gehen.

Ein Ort wo es laut ist, normalerweise einige Leute sind (war nicht so wahnsinnig voll) und auch noch weiter weg von zuhause ist.

Ich war nur einmal ein bisschen unruhig, hatte aber keine Panik Attacke.

Ich bin stolz und glücklich.

Mit kleinen Schritten ging es bisher nur voran, aber ich habe jedesmal mehr geschafft.

Wie zuletzt das Shoppen in einem großen Einkaufszentrum, oder das Autofahren auf der Autobahn, inklusive Baustelle und langem Stau …

Ach wie ich diese Freiheit vermisst habe, alles machen zu können was ich möchte.

Die Panik Attacken haben mich jeden Tag eingeschränkt. Mein Kopf hat sich Ausreden einfallen lassen, damit mein Körper keine Symptome zeigen muss. Ich hatte mir ein dickes, fettes Vermeidungsverhalten angeeignet.

Und immer wieder diese Angst.

Angst vor erneuten Panik Attacken, Angst davor komisch angeschaut zu werden, wenn was passiert, Angst vor einem erneuten Herzanfall und vor allen Dingen, die Angst vor dem schmerzhaften Schock meines Defibrillators.

Aber: Ich will Leben !!!!!

Mühsam geht es weiter, bis ich es irgendwann geschafft habe. Und ich werde es schaffen, ich habe es mir fest vorgenommen.

 

P.S.: Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Vergangenes, Vergangenheit sein lassen.

Da ich ja schon eine ganze Weile nichts mehr geschrieben habe, wird es Zeit für einen neuen Blog.

Die vergangenen Monate haben viel Gutes gebracht. Gesundheitlich geht es wieder bergauf, ich habe meine Wunden geleckt und mein Leben weitergelebt.

Aber nachdem man auf die Nase gefallen ist, soll man ja immer wieder aufstehen, auch wenn es mühsam ist.

Ich hatte wieder einige Panikattacken, aber bekam sie eigentlich ganz gut in den Griff. So langsam baue ich mir wieder ein normales Sozialleben auf. Ich war shoppen mit meiner Freundin, in einem Einkaufszentrum, mit vielen Menschen und bin sogar Rolltreppe gefahren (sehr schwer mit einer Rolltreppenphobie). Habe sogar einmal über eine Stunde in einem Stau gestanden, auf der Autobahn und habe es ohne Panikattacke überstanden.

Zudem habe ich jemand wundervolles kennengelernt, Balsam für meine geschundenes Herz und Seele. Endlich ein normales Leben, eines was ich mir immer gewünscht habe.

Und eines sollte ich mir für immer merken, vergangenes, sollte vergangenes bleiben, es bringt nur die alten, verletzten Gefühle wieder ans Licht und das verhindert wiederum die vollkommene Genesung.

Momentan bin ich glücklich und mochte auch glücklich bleiben.

Deshalb kann ich immer wieder nur sagen, gebt niemals auf, das Leben ist viel zu schön um im Selbstmitleid zu versinken.

P.S. Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Im Stich gelassen

Ja, nun ist es wieder soweit, ich wurde mal wieder im Stich gelassen. Und es tut weh.

Alle Versprechungen waren nur daher geredet und wurden nicht eingehalten. Mein Herz wurde schon wieder in tausend Stücke zerrissen, obwohl ich es gerade erst gekittet hatte. Meine Träume wurden mal wieder die Toilette runter gespült.

Es ist echt ein mieses Gefühl, einsam und schmerzhaft, voller Sehnsucht, aber mit dem Wissen, dass es nie wieder wird. Es ist hart für mich aufgeben zu müssen, wo ich doch so lange dafür gekämpft habe.

Ich versuche mich abzulenken, aber immer mit einem schmerzenden Herzen, der Seele fehlt ein Stück. Warum finde ich immer solche Menschen, die mir weh tun? Ich kann doch nicht immer an allem selbst Schuld sein.

Jetzt muss ich da durch, festbeißen und weitermachen. Ich fühle mich attraktiv, habe neue Kleidung, die meine Kurven betont und irgendwann finde ich die richtige Person, die zu mir passt.

Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Emotionaler Stress und Panikattacken

Seit neuesten werden meine Panikattacken wieder schlimmer.

  • Herzrasen, Schwitzen, Zittern, kalte Hände, Atemnot, Blutdruck steigt durch die Decke fast. 

Kein schönes Gefühl, so mal es mich an meine Herzattacken erinnert, die ich nie wieder erleben möchte. Herzattacken lösen meinen Defibrillator aus, wenn es ganz schlimm ist und der wiederum schockt mich. Was für ein Teufelskreislauf.

Aber dies ist alles kein Wunder bei dem enormen emotionalen Stress den ich momentan habe. Sorge um meine Eltern, Papierkram Stress mit meinem Ex-Ehemann (getrennt, hoffentlich bald geschieden), Herzschmerz.

Gestern Nacht dauerte diese Panikattacke über eine Stunde. Eine ganze Stunde Horror und Angst. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schlimm das ist, wenn man als daran denkt, dass der Defibrillator gleich auslösen könnte.

Appetit habe ich auch keinen momentan, muss mich zum Essen zwingen. Ich bin super emotional und immer müde, fast nur am heulen, vielleicht bahnt sich auch noch eine Depressions Phase an 😦 .

Wie zieh ich mich da wieder raus? Warum muss auch immer alles auf einmal kommen und einen überrollen wie eine Dampfwalze? Das Leben ist grausam und immer wieder falle ich auf die Nase.

Sorry an diejenigen, die hier hoffen einen Rat lesen zu können, heute leider nicht. Ich ertrinke gerade in Selbstmitleid 😦

Wer Fehler findet, darf sie behalten.

Liebster Award

Was für eine Überraschung. Vielen Dank an http://www.zwischenmenschliches.wordpress.com für die Nominierung.

1. Warum bloggst Du ?

Ich Blogge, weil ich andere Menschen aufklären mochte über meine Herzkrankheit, Depressionen, Panik- und Angststörungen. Und ich schreibe auch um anderen Betroffenen Mut zu machen.

2. Womit kann man Dir die größte Freude machen?

Die grösste Freude kann mir machen, indem man mir zuhört und mich versteht. Ich brauche nicht viel, aber kleine Aufmerksamkeiten lassen mein Herz strahlen.

3. Wovor hast Du am meisten Angst ?

Ich habe davor Angst, einsam und allein zu sterben.

4. Wenn Du einen Tag die Welt regieren könntest, was würdest Du ändern ?

Naja, in einem Tag kann man nicht viel ändern, aber ich wurde versuchen Toleranz und Akzeptanz den Leuten zu vermitteln. Das würde auch wiederum einen grossen Einfluss auf den Frieden haben und die Vermeidung von Krieg.

5. Was berührt Dich ?

Da ich ein sensibler Mensch bin, berühren mich Menschen die Herz haben und es auch zeigen. Nächstenliebe und Verständnis, die sich aufopfern um anderen zu helfen. Und auch Tiere, die so sind wie sie sind.

6. Glaubst Du an Übersinnliches, was nicht zu erklären ist ?

Ja ich glaube daran. Schutzengel z.B., sonst gäbe es mich schon lange nicht mehr.  Ich glaube auch an Schicksal und Seelenverwandtschaft.

7. Bist Du zufrieden mit Deinem Leben, wie Du es jetzt führst ?

Nein, ich bin nicht zufrieden mit meinem Leben. Aber ich versuche das beste daraus zu machen.

8. Was möchtest Du unbedingt einmal tun ?

Meine Angst und Panik zu überwinden und auf ein grosses Konzert zu gehen.

9. Erinnerst Du Dich an eine Begegnung mit einem Menschen, die Dich besonders geprägt hat?

Ja meine Oma. Sie war die liebevollste, verständnisvollste und selbstbewussteste Frau die ich je kennenlernen durfte.

10. Womit macht man Dich schwach?

Mit einem wirklich ernst gemeinten Liebesbekenntnis und dem Versprechen immer für mich da zu sein. Ja ich weiss, das klingt doch zu sehr romantisch. Aber so bin ich.

11. Beende den Satz: “Glück bedeutet für mich …”

Glück bedeutet für mich, wenn Herz und Seele vereint ist.

Meine Nominierungen

https://denktgern.wordpress.com/ Der leider seinen Blog geschlossen hat.

https://andersfamilie.wordpress.com/

https://psychiatrieonline.wordpress.com/

http://rosarotezeilen.wordpress.com/

https://dasmonsterinmir.wordpress.com/

Die Regeln:

1. Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat, und verlinke in Deinem Artikel auf ihren Blog.

2. Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt

3. Nominiere 5-11 weitere Blogger für den Liebster Award.

4. Stelle eine Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.

5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog-Artikel.

6. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Eure 11 Fragen:

  1. Wie kamst du dazu Blog zu schreiben?
  2. Was ist dir wichtig?
  3. Bist du romantisch?
  4. Was kannst du gar nicht leiden?
  5. Wer ist die wichtigste Person in deinem Leben?
  6. Magst du Tiere?
  7. Bist du ein Herzmensch oder ein Kopfmensch?
  8. Wenn du alles Geld der Welt hattest, was wurdest du damit tun?
  9. Wen möchtest du mit deinem Blog ansprechen?
  10. Was wünschst du dir?
  11. Wovon träumst du?